Eine Landingpage ist keine kleine Website. Sie hat eine einzige Aufgabe: den Besucher zu einer Handlung zu bringen. Anfrage, Buchung, Abschluss.
Genau deshalb scheitern viele. Sie werden gebaut wie eine Website im Kleinformat, mit Navigation, Über-uns-Bereich und fünf gleichrangigen Themen. Was fehlt, ist die Konzentration auf das eine Ziel.
Wann sich eine eigene Landingpage lohnt
Für Kampagnen. Wer Werbung schaltet und auf die Startseite verlinkt, verschenkt einen großen Teil des Budgets. Der Besucher kommt mit einer konkreten Erwartung und landet in einem Allzweck-Auftritt.
Für einzelne Produkte oder Angebote. Wenn ein Produkt eigene Argumente, eigene Zielgruppe und eigene Einwände hat, braucht es eine Seite, die genau darauf antwortet.
Wenn das eigene System zu eng ist. Das kennen wir aus der Arbeit für Finanzinstitute: Das zentrale Redaktionssystem gibt bestimmte Module vor, und was darin nicht vorgesehen ist, lässt sich nicht bauen. Eine eigenständige Landingpage außerhalb dieses Systems schafft den Spielraum, den eine Kampagne braucht.
Nicht lohnen tut sie sich, wenn die bestehende Website das Angebot bereits klar darstellt und Anfragen bringt. Dann ist eine zusätzliche Seite nur ein weiterer Ort, der gepflegt werden muss.
Was eine Landingpage von einer Website unterscheidet
Ein Ziel statt vieler. Auf einer Website kann der Besucher zwanzig Wege einschlagen. Auf einer Landingpage gibt es einen, und alles andere tritt zurück.
Weniger Navigation, manchmal gar keine. Jeder Link, der wegführt, ist eine Gelegenheit zum Absprung. Das heißt nicht, dass Navigation grundsätzlich falsch ist — aber jede muss sich rechtfertigen.
Aufgebaut wie ein Gespräch. Interesse wecken, Einwände vorwegnehmen, Vertrauen aufbauen, zur Handlung führen. In dieser Reihenfolge, nicht nach interner Abteilungslogik.
Messbar. Eine Landingpage ohne Zielmessung ist eine Behauptung. Was nicht gemessen wird, lässt sich nicht verbessern.
Fünf Gründe, warum Landingpages scheitern
Diese Punkte stammen aus Analysen echter Landingpages, überwiegend aus dem Finanzbereich. Sie tauchen so regelmäßig auf, dass sie kein Zufall mehr sind.
1. Keine Klarheit. Der Nutzer muss zu viel denken. Worum geht es hier, ist das für mich gemacht, was soll ich tun. Wer diese drei Fragen nicht in wenigen Sekunden beantwortet bekommt, klickt zurück.
2. Schlechtes Design. Die Wertigkeit des Angebots findet sich visuell nicht wieder. Ein Produkt im sechsstelligen Bereich auf einer Seite, die aussieht wie ein Prospekt aus dem Wartezimmer.
3. Fehlende Informationen. Was kostet das, wie lange dauert es, welche Bedingungen gelten, was passiert nach dem Absenden. Jede unbeantwortete Frage ist eine Bremse. Viele Seiten verschweigen den Preis in der Annahme, das erhöhe die Anfragen. Meistens erhöht es nur die Absprünge.
4. Kein Beleg für den Wert. Die Seite behauptet, das Angebot sei gut. Der Nutzer bekommt keinen Grund, das zu glauben. Keine Referenzen, keine Zahlen, keine nachvollziehbaren Ergebnisse, kein erkennbarer Mensch dahinter. Gerade bei Finanzprodukten, Beratung und hochpreisigen Angeboten entscheidet dieser Punkt mehr als jedes Designdetail.
5. Schlechte oder fehlende Call-to-Actions. Alles davor stimmt, und dann steht am Ende ein Button, der nicht sagt, was nach dem Klick passiert. Oder er geht optisch unter.
Der Punkt, der meistens übersehen wird
Ladezeit ist kein Nebenschauplatz, sondern Teil der Conversion. Google hat 2016 gemeinsam mit SOASTA gemessen: 53 Prozent der mobilen Besuche werden abgebrochen, wenn eine Seite länger als drei Sekunden lädt.
Bei einer Kampagne, für die Sie pro Klick bezahlen, ist das unmittelbar Geld. Die Hälfte des Budgets kann verloren gehen, bevor die Seite überhaupt sichtbar war. Deshalb entscheidet die technische Umsetzung hier mehr als bei einer normalen Unternehmensseite.
Was eine Landingpage kostet
Der Preis hängt weniger vom Umfang ab als von der Frage, ob es eine Vorlage gibt oder ob sie individuell entsteht.
Auf Template-Basis: ab 2.000 Euro. Aufbau auf einer bewährten Struktur, angepasst an Ihr Angebot. Sinnvoll, wenn Zeitrahmen und Budget eng sind.
Individuell mit eigenem Research: ab 7.000 Euro. Vor der Gestaltung steht die Frage, wen Sie erreichen und welche Einwände im Weg stehen. Das Ergebnis ist auf Ihr Angebot zugeschnitten, nicht auf einen Durchschnittsfall.
Interaktive Elemente werden separat kalkuliert. Ein Produktfinder, ein Vergleichsrechner oder eine Schnittstelle zu einem Bewertungsportal sind eigene Entwicklungsaufgaben. Für ein deutsches Finanzinstitut haben wir solche Elemente gebaut: einen Kontovergleich, einen Produktfinder für Sparen und Anlegen, eine Anbindung, die Bewertungen automatisch aktualisiert.
Eine Größenordnung für Ihr Vorhaben bekommen Sie im Kostenrechner.
Wie wir arbeiten
Seit 2018 entstehen bei uns Kampagnen-Landingpages für ein deutsches Finanzinstitut, inzwischen drei Stück: für Girokonto, Privatkredit sowie Sparen und Anlegen. Dazu kommen Kampagnen für Print und Point of Sale.
Was wir daraus gelernt haben, gilt nicht nur für Banken:
Erst das Ziel, dann das Design. Was soll die Seite bewirken, und woran erkennen wir, ob sie es tut.
Individuell programmiert, kein Page-Builder. Kampagnenseiten müssen schnell laden und sich schnell anpassen lassen. Beides spricht gegen Baukasten-Systeme.
Barrierefreiheit von Anfang an. 2025 haben wir alle Landingpages dieses Kunden nach BFSG geprüft und angepasst. Wer das von vornherein mitdenkt, spart sich die Nachbesserung.
Weiterentwicklung statt Abgabe. Die Girokonto-Seite ist seit 2020 online und wurde mehrfach überarbeitet. Eine Landingpage, die nach dem Launch nicht mehr angefasst wird, verliert mit der Zeit.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, eine Landingpage erstellen zu lassen?
Auf Template-Basis zwei bis drei Wochen. Individuell mit Research vier bis acht Wochen. Was es am häufigsten verlängert, sind fehlende Inhalte — Texte, Bilder, Freigaben.
Brauche ich eine eigene Domain dafür?
Nicht zwingend. Eine Unterseite der bestehenden Website reicht meistens. Eine eigene Domain oder Subdomain ist dann sinnvoll, wenn die Seite außerhalb eines starren Redaktionssystems laufen soll — bei größeren Organisationen häufig der Fall.
Kann ich die Seite später selbst pflegen?
Ja. Wir bauen so, dass Texte und Bilder ohne Entwickler änderbar sind. Strukturelle Änderungen übernehmen wir.
Was ist mit Tracking und Auswertung?
Gehört dazu. Ohne Zielmessung lässt sich nicht sagen, ob die Seite funktioniert — und ohne diese Information ist jede Optimierung geraten.
Landingpage besprechen
Wenn Sie eine Kampagne planen oder ein Angebot haben, das eine eigene Seite verdient: Das erste Gespräch kostet nichts. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass Ihre bestehende Website ausreicht, sagen wir das auch.
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Mehr dazu: Webentwicklung bei Rotblut und UX-Fehler, die Conversion kosten.